Fahrzeuge müssen alle zwei Jahre dem TÜV zur Untersuchung vorgestellt werden. Ausnahmen bilden Neufahrzeuge, die in den erste drei Jahren von der Untersuchung befreit sind. Auch Oldtimer mit anerkanntem H-Kennzeichen benötigen keine Prüfung. Die Untersuchung wird in Autohäusern und niedergelassenen Werkstätten durchgeführt. Der Fahrzeughalter kann auch direkt zum TÜV oder zur DEKRA fahren, um sein Fahrzeug vorzustellen. Ist alles in Ordnung, wird die Plakette sofort angebracht.

Häufige Mängel im Vorfeld beseitigen

Der Prüfer nimmt die Untersuchung nicht willkürlich vor, sondern er arbeitet eine Liste ab, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Der Fahrzeughalter kann sich auf die Untersuchung vorbereitet, indem er sein Auto selbst überprüft oder die Prüfung in einer Werkstatt vornehmen lässt. Grundsätzlich nehmen die Mängel zu je älter das Fahrzeug ist. Ob die Plakette trotz der Mängel erteilt wird, hängt von der Art des Mangels und der Häufung ab. Kleinere Probleme werden auf dem TÜV-Bericht notiert, aber die Plakette wird trotzdem erteilt. Nur wenn größere Mängel auftreten, muss das Fahrzeug ein zweites Mal vorgestellt werden. Der Fahrzeughalter hat für die Wiedervorstellung einen Monat Zeit.

Die häufigsten Mängel treten laut einer Statistik des TÜV-Süd an der Beleuchtungsanlage auf. Wenn Abblendlicht, Fernlicht oder Bremslicht nicht funktionieren, gilt dies als Mangel, der sogar dazu führen kann, dass die Plakette nicht erteilt wird. Weitere Probleme gibt es bei älteren Motoren, die Öl verlieren. Federn, Stoßdämpfer und Antriebswellen können ebenfalls Probleme verursachen. Funktioniert die Bremsanlage nicht richtig, sind die Bremsscheiben verschlissen oder die Bremssteine heruntergefahren, wird der Prüfer sehr genau hinschauen.

technische Überprüfung

Neben der technischen Überprüfung erfolgt auch eine Abgasuntersuchung. Die AU galt bis vor einigen Jahren als eigene Prüfung und wurde mit einer eckigen Plakette auf dem vorderen Nummernschild nachgewiesen. Jetzt gilt die AU als Prüfungsbestandteil und das Fahrzeug bekommt nur noch eine runde Plakette, die auf dem hinteren Nummernschild angebracht wird. Weitere Probleme, die zu einer Wiedervorstellung wegen Nichtbestehens führen können, sind Rost an tragenden Teilen, gebrochene Achsen oder Probleme mit der Lenkung. Die häufigsten Mängel im Überblick:

  • Beleuchtungsanlage
  • Bremsen
  • Achsen und Querträger
  • Rost
  • Ölverlust
  • Motormanagement bei Nichtbestehen der Abgasuntersuchung

Vorbereitung der Untersuchung

Wurde das Fahrzeug im Vorfeld in Bezug auf die wichtigsten Mängel überprüft, kann der Fahrzeughalter entscheiden, wo er den TÜV durchführen lassen möchte. Nahezu alle Werkstätten kooperieren mit einem Prüfer. Der Fahrzeughalter vereinbart einen Termin und bringt das Auto am Vormittag in die Werkstatt. Auf Wunsch kann das Auto vor der eigentlichen Untersuchung überprüft werden. Der Sachverständige führt die Prüfung durch, und das Fahrzeug kann am Nachmittag oder Abend wieder abgeholt werden. Sollten technische Mängel aufgetreten sein, kann die Werkstatt diese für die Wiedervorstellung sofort beheben.

Alternativ ist es möglich, zu einer Prüfstelle zu fahren. Diese gibt es vom TÜV und von der DEKRA in allen größeren Städten. Der Fahrzeughalter braucht keinen Termin. Wenn es voll ist, muss Wartezeit eingeplant werden, denn die Fahrzeuge werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens überprüft. Der Fahrzeughalter ist bei der Prüfung dabei und bekommt die Plakette sofort erteilt, wenn alles in Ordnung ist.

Besondere Unterlagen oder Nachweise benötigt der Prüfer nicht. Es ist lediglich der Fahrzeugschein vorzulegen. Das Auto kann auch von einer anderen Person als dem Halter zur Überprüfung vorgestellt werden.

Reparaturen vor der Untersuchung in Eigenleistung durchführen

Grundsätzlich verlangt der TÜV nicht, dass Reparaturen durch eine Fachwerkstatt durchgeführt und entsprechend belegt werden. Dies bedeutet, dass der Fahrzeughalter die Reparaturen auch selbst vornehmen kann. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die notwendige Fachkenntnis vorhanden ist. Dies gilt vor allem für Reparaturen an den Bremsen und an anderen sicherheitsrelevanten Teilen.

Eigenreparatur

Wichtig ist eine Überprüfung der Beleuchtungsanlage, weil dort die häufigsten Mängel auftreten. Auch das Nachstellen der Handbremse und die Überprüfung des Motors auf Ölaustritt sind Maßnahmen, die vor der Vorstellung des Fahrzeugs durchgeführt werden sollten. Den Prüfer interessiert nur, ob das Fahrzeug so gewartet ist, dass alle Prüfungsbestandteile erfüllt werden. Wer die Reparatur durchgeführt hat, interessiert den Prüfer nicht.

Fahrzeugreparatur günstig finanzieren

Steht eine größere Reparatur an, um die Untersuchung zu bestehen, oder soll das Fahrzeug aus Zeitmangel in einer Werkstatt repariert werden, kann die Finanzierung durch einen Kredit erwägt werden. Das Fahrzeug kann sofort repariert werden und die Kosten für mehrmalige Nachuntersuchungen werden gespart.

Hauptuntersuchung nicht bestanden - was nun?

Wurde die Untersuchung nicht bestanden, kann die Plakette nicht erteilt werden. Der Fahrzeughalter hat genau einen Monat Zeit, die auf dem TÜV-Bericht genannten Mängel zu beseitigen. Die Kosten für die Prüfung müssen dennoch voll bezahlt werden. In dem Monat bis zur Wiedervorstellung darf das Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt werden. Sollte der Fahrzeugführer in eine Polizeikontrolle kommen, kann er den Mängelbericht vorlegen. Dis ist vor allem dann wichtig, wenn der Termin für den TÜV bereits überschritten ist. Wurde das Fahrzeug vorgestellt, riskiert der Fahrer keine Ordnungsstrafe.

Wird das Fahrzeug nach Ablauf des Monats nicht wiedervorgestellt oder fällt es ein zweites Mal durch die Untersuchung, erlischt die Betriebserlaubnis mit sofortiger Wirkung, wenn das TÜV-Datum bereits überschritten ist. Andernfalls kann es weiter gefahren werden, bis die Plakette aufgrund der Terminüberschreitung nicht mehr gültig ist. Wird das Fahrzeug in einer Werkstatt oder in Eigenleistung umfassend repariert, darf es jederzeit erneut vorgestellt werden. Es sind in diesem Fall jedoch die vollen Kosten für die Untersuchung zu tragen. Im Gegensatz dazu ist die zweite Untersuchung günstiger, weil der Prüfer nur die Mängel begutachtet.

 
 
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