Gebrauchtwagen

Durch den Familienzuwachs muss ein größeres Auto her. Vielleicht reicht aber auch ein kleinerer Pkw, weil die Kinder nun aus dem Haus sind? Es gibt viele Gründe, warum man sich einen Neuwagen leistet. Üblicherweise muss zuvor allerdings der alte Gebrauchtwagen verkauft werden. Da ein Autoverkauf allerdings kein Ereignis ist, das mit einer Regelmäßigkeit stattfindet, sind die wenigsten Autofahrer darin geübt, das Fahrzeug unkompliziert und zu einem guten Preis zu verkaufen. Wer sich nun von seinem treuen Begleiter trennen will, sollte einiges beachten – vor allem die richtige Gebrauchtwagenbewertung spielt eine entscheidende Rolle.



Viele Autofahrer wissen nicht, welchen Wert das eigene Auto noch hat und können diesen auch nur schwer objektiv einschätzen. Grund dafür sind die vielen verschiedenen Faktoren, die den Autowert ausmachen. Natürlich sind in erster Linie die technischen Kriterien wie Automarke, Modell, gefahrene Kilometer und Alter entscheidend. Ohne genaue Kenntnis zum aktuellen Gebrauchtwagenmarkt fällt es allerdings schwer, diese Elemente für eine Wertermittlung auszuwerten. Kommen dann noch weitere Punkte wie spezielle Ausstattungen etwa Xenon-Licht, Sitzheizung, Regensensor, Bordcomputer oder Extra Zubehör wie Dachgepäckträger, ein zweiter Satz Reifen oder Fahrradanhänger hinzu, ist eine professionelle Wertermittlung unabdingbar. Hierfür eignen sich zum Beispiel statistische Schätzlisten, der ADAC, TÜV oder auch ein Gutachter sowie moderne Ankaufunternehmen.

1. Wertermittlung via Schätzliste

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Autowert in Erfahrung zu bringen, stoßen viele Personen zwangsläufig auf die Schwacke Liste, welche 1957 von Hanns W. Schwacke zur Bewertung von Fahrzeugen entwickelt wurde. Hatte die erste Liste einen Umfang von knapp 40 Modellen, sind es mittlerweile etwa 3000 Fahrzeugmodelle und über 30.000 Pkw-, Geländewagen- und Transportertypen. Zusätzlich kann zwischen mehr als zehn Millionen Ausstattungsmerkmalen ausgewählt werden. Will man diese Liste nutzen, verlangt der Anbieter pro Bewertung 7,90 Euro. Dafür erhalten Kunden nach der Eingabe der wichtigsten Fahrzeugdaten eine fundierte Bewertung im PDF-Format. Ausgegangen wird hier immer von mängelfreien, betriebsbereiten und verkehrssicheren Fahrzeugen mit einem durchschnittlichen Verschleiß und noch mindestens 12 Monate vorhandener HU. Viele Fahrzeughalter werden sich fragen, ob die Schwacke Preisliste kostenlos zur Verfügung steht. Dies ist zwar nicht der Fall, alternativ bietet sich aber auch die Schätzliste der DAT an.

Kunden der Deutschen Automobil Treuhand GmbH können die Kfz Wertermittlung gratis nutzen. Das Unternehmen wurde 1931 gegründet und erhebt seitdem Daten zur europäischen Automobilwirtschaft, welche im DAT Report aufbereitet werden. Um einen kostenlosen Schätzwert in Erfahrung zu bringen, der auf etwa 70.000 An und Verkaufsdaten von Händlern beruht, müssen Informationen zum Datum der Erstzulassung, zum Hersteller, zum Fahrzeugtyp sowie zum Motor und zur Getriebeart abgegeben werden. Im Anschluss bekommt man kostenfrei seinen Schätzwert und kann sicherer im Verkauf auftreten.

2. Autobewertung beim ADAC und TÜV

ADAC Mitglieder, die ihren Gebrauchtwagen verkaufen wollen, haben den Vorteil bei ihrem Automobilclub eine kostenlose Autobewertung zu erhalten. Entweder loggt man sich in das Online-Konto ein und gibt Fahrzeugart, Erstzulassung, Kilometerstand und weitere Daten zu seinem Wagen an und erhält daraufhin einen geschätzten Autowert oder man geht zum persönlichen Fahrzeug-Check zu einem Vertragspartner in der Nähe. Eine Gebrauchtwagenuntersuchung durch einen Experten vom ADAC kostet für Angehörige des Vereins 65,50 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen für den Autocheck 89 Euro. Von Vorteil ist immer, dass bei einer persönlichen Besichtigung der tatsächliche Zustand des Wagens geprüft wird, um den Fahrzeugwert optimal einzuschätzen.

Steht die nächste Hauptuntersuchung an, wählen viele Fahrzeughalter den TÜV als Prüfstation. Dieser bietet seit einigen Jahren auch eine Gebrauchtwagenbewertung an. Im Norden verlangt der Verein 89 Euro pro Bewertung. Verbindet man die Überprüfung mit der Hauptuntersuchung wird es mit 49,90 Euro deutlich günstiger. Beim TÜV Süd fallen für das Gebrauchtwagen-Zertifikat 67,90 Euro an und in Verbindung mit der Pflichtuntersuchung 56,30 Euro.

3. Kfz Gutachter & moderne Ankaufunternehmen bewerten das Auto

Branchenbuch aufschlagen, Kfz Gutachter in der Umgebung wählen, hinfahren, Auto bewerten lassen und handfestes Gutachten bekommen. Für viele Autofahrer ist das der einzige Weg zur persönlichen, fachkundigen und unabhängigen Bewertung. Hier werden sämtliche Faktoren, inklusive Zustand und Lackfarbe eingängig geprüft und in die Wertermittlung einbezogen. Allerdings fallen auf diese Weise häufig hohe Gebühren bis in den dreistelligen Bereich an. Weniger kostet eine Fahrzeugbewertung mit modernen Ankaufunternehmen wie zum Beispiel wirkaufendeinauto.de.

Das Konzept ist einfach: Man gibt bequem von zu Hause aus seine Daten in das Bewertungstool ein und erhält kostenlos einen ungefähren Schätzwert, der auf statistischen Daten des Gebrauchtwagenmarktes beruht. Wer es genauer wissen und diesen geschätzten Wert präzisieren lassen will, kann anschließend in einer der deutschlandweiten Filialen einen unverbindlichen Termin buchen. In einer Niederlassung in der Nähe prüfen dann Kfz-Experten den Gebrauchtwagen gratis auf alle möglichen Wertelemente. Danach erhalten Kunden ein Angebot und können das Auto sofort verkaufen. Sämtliche Bewertungsschritte sind ohne Gebühren und der Verkauf ist obligatorisch. Von Vorteil ist, dass Ankaufunternehmen nach dem Verkauf alle weiteren Formalitäten wie etwa die Abmeldung von der Zulassungsstelle oder die Ablösung der Finanzierung übernehmen.

Letztlich ist es jedem selbst überlassen, für welche Art und Weise der Autobewertung man sich entscheidet. Wichtig sollte jedoch sein, dass man für ein Auto, welches sowieso verkauft werden soll, nicht noch unnötig viel Geld für eine Bewertung bezahlt.

 
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