Der Ratgeber zum Thema: tanken & KFZ
E10 will sich einfach nicht durchsetzen
Nun ist es bereits drei Jahre her und trotzdem will der Bio-Kraftstoff mit dem zehnprozentigen Bioethanol Anteil sich einfach nicht an den Tankstellen durchsetzen.

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Zwar ist der Bio-Sprit immer etwas günstiger als der Standard Super Sprit, allerdings ist der schlechte Beigeschmack und das Image von E10, welches der Kraftstoff schon seit der Markteinführung hat, einfach nicht loszuwerden. Unzählige Umfragen bestätigen, dass die Autofahrer immer noch Angst davor haben, dass der Sprit vom Auto schlecht aufgenommen wird und somit zur Verschleißförderung beiträgt. Auch zahlreiche Studien und Umfragen die das Gegenteil behaupten, können die misstrauischen Verbraucher nicht umstimmen.
Ein weiteres Argument welches die Autofahrer überzeugen soll, ist der etwas günstigere Preis im Gegensatz zum E5 Kraftstoff. Doch wer sich bereits mit diesem Thema ein wenig auseinandergesetzt hat oder sogar selbst den neuen Kraftstoff getestet hat weiß, dass E10 sich dafür auch wesentlich schneller verbraucht. Grund dafür ist der erhöhte Ethanol Anteil, der zu einer unterschiedlichen Dichte im Treibstoff führt und dadurch den Spritverbrauch um ca. 1,7 Prozent anhebt. Diese Erkenntnis wurde vom Verkehrsclub Deutschland (VDC) bestätigt.
Ab wann lohnt sich E10?
Der ADAC spricht ebenfalls von einem ähnlichen Mehrverbrauch. Der Deutsche Automobilclub kommt nach eigenen Berechnungen auf einen erhöhten Verbrauch von 1,5 Prozent. Der ADAC Kraftstoff-Experte Jürgen Albrecht betont, dass der E10 Sprit sich ab einem Preisunterschied von ca. drei Cent finanziell für den Autofahrer lohnt.
